Behindert ?
Die kleine Patientin, um die es geht, es fiel mir zuerst durch ihren sonderbaren, Gang auf, der eindeutig auf motorische Störungen hinwies. Petra lief so, als würde sie von hinten durch einem Sturm getrieben, so das sie ständig eine nach vorne gebeugte Schrägneigung des ganzen Körpers aufwies. Das Lauftempo war entsprechend. Da unsere nahezu gleichaltrige Tochter mit ihr spielen wollte, kamen die zwei zu uns ans Haus, wobei normalerweise ein Blickkontakt zustandegekommen wäre, aber Petra hatte einen so extremen Nystagmus das es hierdurch bedingt unmöglich war.
Ihre Bewegungen waren extrem fahrig, die Sprache von Stottern über absolut unverständlich varierend, unterbrochen von Sätzen, die zwar von normaler Aussprache, aber völlig hochgestochen und affektiert gestaltet waren. Deutlich merkte man die Angst und Unsicherheit, die bei all der motorischen Unruhe und Fahrigkeit zum Vorschein kam.
Bei alledem gab es etwas in mir, was mich nach einiger Wartezeit und innerer Zwiesprache veranlasste, den Vater des Mädchens behutsam auf Petra anzusprechen.
Wie sich bestätigte hatte die Familie schon eine wahre Odyssee mit dem Kind hinter sich. Auch die Homöopathie hatte schon herhalten müssen. Seit 8 Jahren sei man regelmäßig dabei. Wie der Vater mir später sagte, habe mein irritierter Blick ihn veranlasst, mich zu fragen, ob ich Petras Zustand wohl verbessern könne. Der erste Termin fand im Oktober 1996 statt. Die Fülle der Gesamtsymptome war für einen so jungen Menschen enorm. Schon die Geburt des Mädchens in der 37. Schwangerschaftswoche durch Kaiserschnitt, der aufgrund einer Erkrankung der Mutter durchgeführt wurde, machte den unglücklichen Anfang. Ein kontrollbedürftiger EEG Befund sowie Verdacht auf eine septische Pneumonie, die dann für 14 Tage mit verschiedenen Penicillinpräparaten behandelt wurde, folgte unmittelbar Die Augenuntersuchung ergab ein deutliches “Sonnenuntergangsphänomen”. Noch zu erwähnen die obligaten Maßnahmen wie Beatmung, künstl. Ernährung, Brutkasten die bei einem Geburtsgewicht von 2300 g vorgenommen wurden. Auffällig während der gesamten Anamnese: Petra ist äußerst unruhig, springt ständig auf, sieht zum Fenster heraus, scheint uns zeitweise ganz vergessen zu haben. Sie zieht auffällige Grimassen, bei denen mir das Leid bewusst wird, das sie im täglichen Alltag durchmachen muss, Hänseleien, Vernennungen etc. Sie hat eine Neigung zu obszönen Worten, beißt sich und andere, weint schnell, Angst vor Tieren, das Gefühl, hinter ihr säße eine Riesenmonsterspinne.
Die Spinne versuchte sie immer wieder ins Blickfeld zu bekommen, weshalb sie sich ständig mit ängstlich besorgtem Blick umwandte. (Diese augenscheinliche, wiederholte Bewegung veranlasste mich zu der Frage, was denn dort wohl sei, hinter ihrem Rücken.) starke Ängste vor Hunden, Dunkelheit, Gewitter und ganz besonders vor Feuer, sogar Albträume von Feuer, die nach dem Erwachen weitergehen. Auffallend die Diskrepanz zwischen Ängstlichkeit und dann wieder fast aufdringlicher Kontaktsuche, die ihren Höhepunkt im Küssen Fremder hat. (Zum Abschied will sie auch mich unbedingt küssen, obwohl wir uns ja erst 2 oder 3x gesehen haben).
Sie ist beim Zeitpunkt der Konsultation 10 Jahre alt . Sie nässt häufig ein tagsüber und nachts im Schlaf. Ihre Scheide ist ständig wund (feuerrot), so die Aussage der Mutter. Der Schlaf ist sehr unruhig, sie spricht viel im Schlaf. Beim Autofahren massive Übelkeit, dabei Schwindel, als ob sich alles dreht, und sie zur Seite fiele. Sie kann sich nur schwer konzentrieren, das lesen fällt ihr sehr schwer, die Schulnoten frustrieren sie sehr, eigentlich hat sie gar keinen Bock auf Schule. Bei Klassenarbeiten ist sie so aufgeregt, das dann alles danebengeht, immer wieder betont sie, sie sei “blöd”
Um mich fixiert ansehen zu können, gibt es, bedingt durch den massiven Nystagmus nur eine Möglichkeit: Sie dreht den Kopf bis zum Anschlag zur Seite, und kann mich in dieser merkwürdigen Position für eine Weile anblicken, denn dabei können ihr die Augen nicht mehr entwischen.
Sie hat dunkle Augenränder (Veilchen) Ihre Ohren klingeln ständig. Ihre Nase sondert ständig dicken grüngelben Schleim ab, der trotz ständigen Nasenputzens immer in Kerzen fast bis zur Lippe aus der Nase hängt. Ich kann mich nur wundern, das “pfundweise “dieses Sekret endlos wieder neu zum Vorschein kommt. Die Zunge zittert stark. Sie ist versessen aufs Fernsehen, was ihr aber gar nicht bekommt. Verlangen nach kohlenhydratreicher Nahrung, Unverträglichkeit v. Süßigkeiten. Sie hat viel übelriechende Winde, die sie gar als Duftprobe in der Praxis hinterlässt.
Übelkeitserregendes Ziehen in der Nabelgegend hat sie fast täglich. Blutigkratzen der Unterarme, ohne sichtbare Anzeichen für diesen Juckreiz. Schweißfüße, übelriechend. Extremes Jucken zwischen den Zehen. Rötungen und kleinere Verschorfungen und Wunden dort. Beim Laufen geht sie auffällig über den dicken Onkel. Sie ist sehr warmblütig, schwitzt sehr stark, mit eindringlichem Geruch hat eine kräftige rosige bis rote Gesichtsfarbe. Die Lippen weisen auch ein frisches rot auf. Wie sie mir selbst zum Schluss sagt, will sie einmal so sein, wie alle anderen Kinder auch, sie sei aber “so Scheiße und so blöd”, da wolle niemand mit ihr spielen, oder sie werde nur “verarscht”, was mir die Eltern traurig bestätigen.
Vorsichtig ,in Erwartung von Hautreaktionen bekommt sie am 5.Oktober 96 eine Gabe Medhorrinum C 200.
Bereits 14 Tage später ist in fast allen Bereichen eine Besserung zu bemerken.
Massiv schlimmer ist allerdings der Juckreiz im Bereich der Zehen geworden, der sich regelrecht in einem eitrigen Ausbruch bemerkbar macht. (Bereich Lungenreflexzone). Erst auf Anfrage des Vaters, ob so etwas “normal” sei, erklärte ich ihm, dies sei wohl eine Blockade, die möglicherweise schon unmittelbar nach der Geburt im Bereich des Respirationstraktes gesetzt worden sei und nun den Körper auf diesem Wege -endlich verlasse -”Möglicherweise eine Frühgeburtsbedingte Infektion, eine Pneumonie o.ä.-”, so mein geäußerter Verdacht. Diesen Umstand hatte die Familie vergessen zu erwähnen, was nun bestätigt und nachgeholt wurde. Die Annahme, das diese, sich über viele Monate hinziehende Reaktion letztendlich mit einem Abheilen des schier unendlichen grüngelben Schnupfens einhergehen könne, bestätigte sich.
Nach den ersten auffälligen positiven Veränderungen hört Petra regelmäßig therapiebegleitend Entspannungskassetten. Vor Klassenarbeiten, gegen Prüfungsangst und zur Lernmotivierung eine Kurzentspannungs-Serie*, die außerdem einen Teil zur Harmonisierung beider Gehirnhälften enthält. Eine längerdauernde geführte Meditation vor jedem Schlafengehen.
Petra hat sich so gut verbessert, das Sie mich wegen der “Einser “ im Englisch oder Deutsch anruft.
Ich liebe meinen Beruf und wünsche auch den Kolleginnen und Kollegen solch ermutigende und beglückende Erfolge.
Danke an George Vithoulkas und Paul Herscu
Ihre Bewegungen waren extrem fahrig, die Sprache von Stottern über absolut unverständlich varierend, unterbrochen von Sätzen, die zwar von normaler Aussprache, aber völlig hochgestochen und affektiert gestaltet waren. Deutlich merkte man die Angst und Unsicherheit, die bei all der motorischen Unruhe und Fahrigkeit zum Vorschein kam.
Bei alledem gab es etwas in mir, was mich nach einiger Wartezeit und innerer Zwiesprache veranlasste, den Vater des Mädchens behutsam auf Petra anzusprechen.
Wie sich bestätigte hatte die Familie schon eine wahre Odyssee mit dem Kind hinter sich. Auch die Homöopathie hatte schon herhalten müssen. Seit 8 Jahren sei man regelmäßig dabei. Wie der Vater mir später sagte, habe mein irritierter Blick ihn veranlasst, mich zu fragen, ob ich Petras Zustand wohl verbessern könne. Der erste Termin fand im Oktober 1996 statt. Die Fülle der Gesamtsymptome war für einen so jungen Menschen enorm. Schon die Geburt des Mädchens in der 37. Schwangerschaftswoche durch Kaiserschnitt, der aufgrund einer Erkrankung der Mutter durchgeführt wurde, machte den unglücklichen Anfang. Ein kontrollbedürftiger EEG Befund sowie Verdacht auf eine septische Pneumonie, die dann für 14 Tage mit verschiedenen Penicillinpräparaten behandelt wurde, folgte unmittelbar Die Augenuntersuchung ergab ein deutliches “Sonnenuntergangsphänomen”. Noch zu erwähnen die obligaten Maßnahmen wie Beatmung, künstl. Ernährung, Brutkasten die bei einem Geburtsgewicht von 2300 g vorgenommen wurden. Auffällig während der gesamten Anamnese: Petra ist äußerst unruhig, springt ständig auf, sieht zum Fenster heraus, scheint uns zeitweise ganz vergessen zu haben. Sie zieht auffällige Grimassen, bei denen mir das Leid bewusst wird, das sie im täglichen Alltag durchmachen muss, Hänseleien, Vernennungen etc. Sie hat eine Neigung zu obszönen Worten, beißt sich und andere, weint schnell, Angst vor Tieren, das Gefühl, hinter ihr säße eine Riesenmonsterspinne.
Die Spinne versuchte sie immer wieder ins Blickfeld zu bekommen, weshalb sie sich ständig mit ängstlich besorgtem Blick umwandte. (Diese augenscheinliche, wiederholte Bewegung veranlasste mich zu der Frage, was denn dort wohl sei, hinter ihrem Rücken.) starke Ängste vor Hunden, Dunkelheit, Gewitter und ganz besonders vor Feuer, sogar Albträume von Feuer, die nach dem Erwachen weitergehen. Auffallend die Diskrepanz zwischen Ängstlichkeit und dann wieder fast aufdringlicher Kontaktsuche, die ihren Höhepunkt im Küssen Fremder hat. (Zum Abschied will sie auch mich unbedingt küssen, obwohl wir uns ja erst 2 oder 3x gesehen haben).
Sie ist beim Zeitpunkt der Konsultation 10 Jahre alt . Sie nässt häufig ein tagsüber und nachts im Schlaf. Ihre Scheide ist ständig wund (feuerrot), so die Aussage der Mutter. Der Schlaf ist sehr unruhig, sie spricht viel im Schlaf. Beim Autofahren massive Übelkeit, dabei Schwindel, als ob sich alles dreht, und sie zur Seite fiele. Sie kann sich nur schwer konzentrieren, das lesen fällt ihr sehr schwer, die Schulnoten frustrieren sie sehr, eigentlich hat sie gar keinen Bock auf Schule. Bei Klassenarbeiten ist sie so aufgeregt, das dann alles danebengeht, immer wieder betont sie, sie sei “blöd”
Um mich fixiert ansehen zu können, gibt es, bedingt durch den massiven Nystagmus nur eine Möglichkeit: Sie dreht den Kopf bis zum Anschlag zur Seite, und kann mich in dieser merkwürdigen Position für eine Weile anblicken, denn dabei können ihr die Augen nicht mehr entwischen.
Sie hat dunkle Augenränder (Veilchen) Ihre Ohren klingeln ständig. Ihre Nase sondert ständig dicken grüngelben Schleim ab, der trotz ständigen Nasenputzens immer in Kerzen fast bis zur Lippe aus der Nase hängt. Ich kann mich nur wundern, das “pfundweise “dieses Sekret endlos wieder neu zum Vorschein kommt. Die Zunge zittert stark. Sie ist versessen aufs Fernsehen, was ihr aber gar nicht bekommt. Verlangen nach kohlenhydratreicher Nahrung, Unverträglichkeit v. Süßigkeiten. Sie hat viel übelriechende Winde, die sie gar als Duftprobe in der Praxis hinterlässt.
Übelkeitserregendes Ziehen in der Nabelgegend hat sie fast täglich. Blutigkratzen der Unterarme, ohne sichtbare Anzeichen für diesen Juckreiz. Schweißfüße, übelriechend. Extremes Jucken zwischen den Zehen. Rötungen und kleinere Verschorfungen und Wunden dort. Beim Laufen geht sie auffällig über den dicken Onkel. Sie ist sehr warmblütig, schwitzt sehr stark, mit eindringlichem Geruch hat eine kräftige rosige bis rote Gesichtsfarbe. Die Lippen weisen auch ein frisches rot auf. Wie sie mir selbst zum Schluss sagt, will sie einmal so sein, wie alle anderen Kinder auch, sie sei aber “so Scheiße und so blöd”, da wolle niemand mit ihr spielen, oder sie werde nur “verarscht”, was mir die Eltern traurig bestätigen.
Vorsichtig ,in Erwartung von Hautreaktionen bekommt sie am 5.Oktober 96 eine Gabe Medhorrinum C 200.
Bereits 14 Tage später ist in fast allen Bereichen eine Besserung zu bemerken.
Massiv schlimmer ist allerdings der Juckreiz im Bereich der Zehen geworden, der sich regelrecht in einem eitrigen Ausbruch bemerkbar macht. (Bereich Lungenreflexzone). Erst auf Anfrage des Vaters, ob so etwas “normal” sei, erklärte ich ihm, dies sei wohl eine Blockade, die möglicherweise schon unmittelbar nach der Geburt im Bereich des Respirationstraktes gesetzt worden sei und nun den Körper auf diesem Wege -endlich verlasse -”Möglicherweise eine Frühgeburtsbedingte Infektion, eine Pneumonie o.ä.-”, so mein geäußerter Verdacht. Diesen Umstand hatte die Familie vergessen zu erwähnen, was nun bestätigt und nachgeholt wurde. Die Annahme, das diese, sich über viele Monate hinziehende Reaktion letztendlich mit einem Abheilen des schier unendlichen grüngelben Schnupfens einhergehen könne, bestätigte sich.
- Im März 97 waren die Augen bereits so ruhig, das ein Außenstehender es kaum bemerkt hätte.
- Die Ängste sind verschwunden, über die Monsterspinne kann Petra heute unbeschwert lachen.
- Ihre Aggressionen sind relativ unauffällig.
- Sie hat eine deutlich besser Meinung über sich, als noch wenige Monate zuvor.
- Sie schläft besser, spricht kaum noch im Schlaf.
- Das Einnässen kommt nur noch in Stressphasen vor.
- Die Übelkeit und der Schwindel beim Autofahren sind vergessen.
- Sie sitzt ruhig in der Praxis und gibt in angemessenen Worten heiter und entspannt Auskunft.
- Die obszönen Worte hat sie fast schon vergessen...
- Ihre Arme sind o.k.
- Die Augenränder sind weg, die Haut im Gesicht ist glatt und inzwischen überwiegend pickelfrei.
- Ihre Schulnoten sind deutlich besser.
- Das Auswendiglernen von Gedichten kann sie nun nahezu mühelos.
Nach den ersten auffälligen positiven Veränderungen hört Petra regelmäßig therapiebegleitend Entspannungskassetten. Vor Klassenarbeiten, gegen Prüfungsangst und zur Lernmotivierung eine Kurzentspannungs-Serie*, die außerdem einen Teil zur Harmonisierung beider Gehirnhälften enthält. Eine längerdauernde geführte Meditation vor jedem Schlafengehen.
Petra hat sich so gut verbessert, das Sie mich wegen der “Einser “ im Englisch oder Deutsch anruft.
Ich liebe meinen Beruf und wünsche auch den Kolleginnen und Kollegen solch ermutigende und beglückende Erfolge.
Danke an George Vithoulkas und Paul Herscu
